Who let the dogs out? – oder: getroffene Hunde bellen

Etwa eine Woche nach Bekanntmachung des Neonazis und NPD’lers Tino Streif an der FH Wismar ist aus unserer Sicht einiges geschehen, worauf wir im Folgenden näher eingehen möchten.

Der Versuch, nach nur einem Tag Plakate und Flyer des Outings in und an Räumen der Hochschule zu entfernen, andauernde vergebliche Rechtfertigungsversuche seitens Streif, sowie die absolute Fixierung auf der Suche nach „Schuldigen“ lässt ganz offensichtlich Rückschlüsse auf den Charakter dieser „Reaktion“ zu.
So zeigt dieses Verhalten ganz deutlich wie sehr er sich in der von ihm konstruierten bürgerlichen, studentischen Wohlfühlwelt gestört sieht, und „welch Geistes Kind“ er wirklich ist.
Nach Bekanntwerden der Aktion lies es sich der „für die Politik unseres Volkes“ Eintretende nicht nehmen auf der neonazistischen Infoseite „Altermedia“ klar Stellung zu beziehen: „Am 1. Juni, Montagmorgen, einem Feiertag, kam ein Kommilitone zu mir nach hause und zeigte mir obiges Flugblatt. Wir sind dann gemeinsam zur Hochschule und haben alle Plakate von Türen, Müllkörben und Fenstern entfernt…“.
Wie war das noch gleich mit dem offensiven Kampf um Straße, Köpfe und Parlamente, wenn „uns“ Tino versucht, fernab von nationalem Sozialismus, in studentischer Anonymität abzutauchen? Und selbst mit letzterem scheint er es nicht wirklich ernst zu nehmen, dank der persönlichen Wahlschlappe für den Jungpolitiker bei den Kommunalwahlen am 7.Juni in Nordwestmecklenburg. So endet Streif in seiner „Abrechnung“ mit ein paar Solidaritätsgrüßen via Altermedia „Meinen Respekt haben Kameraden an Hochschulen in Großstädten, dort läuft die Sache sicher nicht immer so zu unseren Gunsten. Immer den Kopf hoch und durchgehalten!“

Für uns als Kritische Studenten der FH Wismar zeigt dieses Verhalten einmal mehr wo Streif politisch zu verorten ist, und es ist notwendig ihn als Person aus der Deckung zu holen, um seinen Bestrebungen hier und überall keinen Raum zu bieten. Egal, ob im Hörsaal oder auf der Straße – Tino Streif ist und bleibt ein Nazi mit menschenverachtender Ideologie.

Achtung – Neonazi

An der Hochschule Wismar gibt sich Tino Streif, Maschinenbaustudent im 2. Semester, unauffällig und zurückhaltend, seinen Kommiliton_innen gegenüber stets freundlich und hilfsbereit.

Anderswo dagegen trägt er seine Meinung wesentlicher offener nach außen, etwa auf NPD Demonstrationen, Veranstaltungen der kürzlich verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (kurz HDJ) oder bei der Störung eines Vortrags über Rechtsextremismus im vergangenen Jahr in Wismar.
Der ursprünglich aus Wismar stammende Tino Streif ist Mitglied der NPD, und kandidiert nun auf Listenplatz Nr.4, für eben jene Partei, bei den am 7.Juni anstehenden Kommunalwahlen in Nordwestmecklenburg.
Seit einiger Zeit wohnt Streif in Jamel.
In diesem Dorf herrscht neonazistische Tyrannei, so wurden neben abgehaltenen Wehrsportübungen zugezogene Bewohner_innen bedroht und deren Häuser in Brand gesteckt, wenn sie nicht ins Bild der herrschenden Naziclique passten. Mitverantwortliche für die Übergriffe und diesem Klima im Dorf ist der Neonazi Sven Krüger, Listenplatz Nr.3 für die NPD, mit dem Tino Streif eine gute Freundschaft verbindet.
Krüger, der Herr aus Jamel, der sich auf der einen Seite als tüchtiger Geschäftsmann und Bauunternehmer versteht, auf der anderen Seite jedoch maßgeblich bei den Angriffen auf das Asylbewerberheim 1992 in Wismar, dem Überfall auf eine Kindergruppe auf dem Campingplatz in Leisten 1996 und einer Gefängnismeuterei beteiligt war.
So deutet Streifs Umzug nach Jamel ganz offensichtlich auf etwas mehr als beschauliches ländliches Leben mit gutem nachbarschaftlichem Verhältnis hin.

Die Person „Tino Streif“ ist somit eindeutig als bekennender Neonazi zu verstehen, welcher eine menschenverachtende Ideologie mittels seines Biedermann-Image versucht an sein Umfeld weiterzugeben.


Dies gilt es zu unterbinden – den rechten Tendenzen um Tino Streif entgegentreten. Zeigen wir ihm, dass Nazis in der Wismarer Studentenschaft keinen Platz haben!

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weitere Infos folgen hier demnächst auf dem Blog



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